Allgemeine Informationen zur Informellen Kompetenzmessung (IKM)

Weiterentwicklung der nationalen Kompetenzmessungen – Von der IKM zur iKMPLUS

Im Schuljahr 2018/19 wurden zum letzten Mal die Bildungsstandards im Rahmen der BIST-Ü überprüft. Als nationale Kompetenzmessung wird das bestehende und bekannte Instrument der Informellen Kompetenzmessung (IKM) in die iKM PLUS überführt. Die IKM in der Volksschule wurde zum letzten Mal im Herbst 2021 angeboten. Die IKM in der Sekundarstufe I wird in gewohnter Weise das letzte Mal im Frühjahr 2022 angeboten. Grundlage der individuellen Kompetenzmessung (iKMPLUS) bleiben auch weiterhin die Bildungsstandards.

Im Frühjahr 2022 wird die iKMPLUS zum ersten Mal auf der iKMPLUS-Plattform durchgeführt und löst damit die IKM in der Volksschule ab.

Der Aufbau von Kompetenzen, die für den weiteren Lernfortschritt wesentlich sind, ist ein zentrales Anliegen der Bildungsstandards. Mit der Informellen Kompetenzmessung (IKM) stellt das IQS Lehrerinnen und Lehrern ein Instrument zur Evaluierung des eigenen Unterrichts in der Sekundarstufe 1 zur Verfügung, das einfach, zuverlässig und kostenlos sowohl über den Lernstand der ganzen Klasse bzw. Gruppe als auch über den Kompetenzstand jeder einzelnen Schülerin/jedes einzelnen Schülers informiert.

Die IKM trägt damit zur erfolgreichen Planung und Gestaltung eines kompetenzorientierten Unterrichts bei. Darüber hinaus geben Individualrückmeldungen Aufschluss über bereits erworbene Kompetenzen jeder einzelnen Schülerin/jedes einzelnen Schülers und unterstützen Lehrpersonen auf diese Weise bei der Ermittlung individuellen Förderbedarfs.

Durchführung

Die IKM wird für verschiedene Kompetenzbereiche bzw. Fächer in der Sekundarstufe 1 auf verschiedenen Schulstufen angeboten. Die Bearbeitung der Aufgaben in der Sekundarstufe erfolgt im Rahmen einer Online-Plattform, über die die Lehrer/innen nach Abschluss der Messung automationsgestützt auch Ergebnisse und Feedback zu den von ihnen betreuten Gruppen und Schülerinnen/Schülern abrufen können.

Die IKM ist ein Instrument, mit dem der Lernstand von Schülerinnen und Schülern evaluiert werden kann und das bei der Ermittlung des Förderbedarfs unterstützt. Die IKM ist kein Instrument zur Leistungsbeurteilung.

Im Sinne der Grundkonzeption der IKM als Selbstevaluierungsinstrument ist es ausschließlich der durchführenden Lehrperson möglich, die Ergebnisse der IKM einzelnen Schülerinnen und Schülern zuzuordnen.

Hinweis zu Begleitmaterialien

Alle Anleitungen sowie Video-Tutorials zur IKM sind direkt auf der IKM-Plattform verfügbar. Die Video-Tutorials sind außerdem im YouTube-Kanal des IQS abrufbar.

Entwicklungsangebote

Eine genaue Identifizierung von Stärken und Schwächen, Ressourcen und Potenzialen ist wesentliche Voraussetzung für eine zielgerichtete Unterrichtsentwicklung und die Ableitung erfolgversprechender Maßnahmen.

Die Ergebnisse der IKM sollen dabei auf drei Ebenen betrachtet, analysiert und reflektiert werden:

  • Makro-Ebene – Fokussierung auf Kompetenzfelder und Teilkompetenzen: Das Gruppenfeedback bietet Rückmeldung über alle Aufgaben und Schüler/innen hinweg und dient der Reflexion von Schwerpunktsetzungen im Unterricht und der damit einhergehenden Struktur des Unterrichts.
  • Meso-Ebene – Fokussierung auf Aufgaben: Das IKM-Feedback beinhaltet gelöste/nicht gelöste Aufgaben sowie deren Schwierigkeit und Komplexität je Kompetenzfeld. Dies dient einerseits als Gruppenfeedback für das eigene unterrichtliche Handeln und andererseits der fachdidaktischen Analyse der Aufgaben über die Klasse bzw. Lerngruppe hinweg. Außerdem beinhaltet das IKM-Feedback Aufgabenlösungen für jede einzelne Schülerin/jeden einzelnen Schüler im Hinblick auf eine personalisierte pädagogische Diagnose.
  • Mikro-Ebene – Fokussierung auf Ebene der Schüler/innen: Auf dieser Ebene werden erworbene Kompetenzen in bestimmten Feldern als auch gelöste/nicht gelöste Aufgaben auf Schülerebene als Individualfeedback zur Förderung von Lernenden und zur Professionalisierung der eigenen pädagogischen Diagnostik beleuchtet.
Grafische Darstellung der im Text beschriebenen Entwicklungsangebote in Zusammenhang mit der Informellen Kompetenzmessung IKM

Grundsätzlich soll bei der Auseinandersetzung und Analyse der Ergebnisse bei den ersten beiden Schritten der Interpretation auf Makro- und Meso-Ebene nicht auf den Förderbedarf von einzelnen Schülerinnen und Schülern fokussiert werden, sondern dem Zyklus der evidenzorientierten Unterrichtsentwicklung entsprechend systemisch, integrativ und systematisch der Blick auf den Stand der erworbenen Kompetenzfelder der Klasse bzw. Lerngruppe und der gelösten/nicht gelösten Aufgaben gerichtet werden. Erst in einem dritten Schritt sollte das Augenmerk auf die Analyse des Förderbedarfs einzelner Schüler/innen gelegt werden.

Informationen

Das IQS informiert alle Schulen in regelmäßigen Abständen über das aktuelle Angebot der IKM und stellt den Schulleiterinnen und Schulleitern Zugangsdaten zur Verfügung. Detaillierte Informationen zu Terminen, Ablauf und Durchführung finden Sie auf der Online-Plattform zur IKM.

Informationen zu IKM

T +43-662-620088-3520
E-Mail: ikm@iqs.gv.at

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