BCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-Icons_datei_bildBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-IconsBCMS-Icons

Bildungsberichterstattung von 2009 bis 2018 und Ausblick in die Zukunft

Die regelmäßige nationale Bildungsberichterstattung zählte gemäß BIFIE-Gesetz (§ 2,  Abs. 2) zu den gesetzlich verankerten Kernaufgaben des Bundesinstituts BIFIE (nunmehr Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen [IQS]). Der Nationale Bildungsbericht erschien seit der ersten Ausgabe 2009 im Dreijahresrhythmus (2012, 2015, 2018) und nahm Daten, Fakten und Problemstellungen in Bezug auf das Bildungswesen in den Blick. Expertinnen und Experten der österreichischen Bildungsforschungslandschaft betrachteten dabei als Herausgeberinnen/Herausgeber sowie als Autorinnen/Autoren die Situation der österreichischen Schule aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Damit wurde mit dem Nationalen Bildungsbericht eine umfassende Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich geschaffen.

Die Konzeption des Nationalen Bildungsberichts bis zur Ausgabe 2018 war darauf ausgerichtet, das auf Daten und Fakten basierende Systemwissen und Systemverständnis zu erweitern und dadurch moderne Bildungspolitik (evidence-based policy) zu unterstützen; zudem sollte gegenüber der Öffentlichkeit und dem Gesetzgeber als Basis bildungspolitischer Reformpläne Rechenschaft hinsichtlich des Zustands und der Probleme des Schulwesens gegeben werden.

Der Nationale Bildungsbericht war seit seiner Konzeption darauf ausgerichtet, als empirische und wissenschaftliche Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen zu dienen – sowohl bei politischen als auch bei steuernden Fragestellungen, mit denen Entscheidungsträger/innen konfrontiert wurden.

Daraus ergab sich die seit der ersten Ausgabe 2009 bis zur Ausgabe 2018 bestehende parallele Struktur der beiden Bände des Bildungsberichts:

  • Band 1 – Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren – bot jeweils eine Gesamtschau des statistischen Datenbestands zum Bildungsbereich. Für ein möglichst umfassendes Bildungsmonitoring wurde auf mehrere verschiedene Datenquellen zurückgegriffen. Dabei wurden Indikatoren und Kennzahlen der jeweils vorangegangenen Ausgaben fortgeschrieben, etwaige Lücken in der Berichterstattung durch neu verfügbare Datenquellen geschlossen oder auch aktuelle Fragestellungen in neu entwickelten Indikatoren abgebildet. Band 1 des Nationalen Bildungsberichts sollte jeweils als kommentiertes, standardisiertes Nachschlagewerk dienen – bestehend aus komprimierten Informationen in Form von Zahlen und Grafiken, die in einen systematischen Zusammenhang gesetzt wurden.
  • Band 2 – Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen – widmete sich jeweils aktuellen bildungspolitischen Fragestellungen, wobei Themen anhand verfügbarer Daten und Forschungsergebnisse analysiert und Möglichkeiten für eine qualitätsorientierte Weiterentwicklung des Schul- und Bildungswesens diskutiert wurden. Bei der Themenwahl wurden nicht alle das Bildungswesen betreffenden Bereiche erschöpfend abgebildet, vielmehr wurde mit dem Blick der Wissenschaft auf ausgewählte jeweils relevante Fragestellungen fokussiert. Die Beiträge aus den unterschiedlichen Ausgaben des Nationalen Bildungsberichts ergänzen sich somit in der Gesamtschau. Mit dem Band 2 des Nationalen Bildungsberichts 2018, der den Untertitel "Fokussierte Analysen und Zukunftsperspektiven für das Bildungswesen" führte, wurde erstmals auch der Blick in die Zukunft von Schule und Bildung gerichtet; namhafte Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen skizzierten darin ihre Visionen zum Bildungssystem Österreichs im Jahr 2040.

Der spezifische Ansatz, den Nationalen Bildungsbericht nicht auf eine empirische Bestandsaufnahme zu beschränken, erlaubte es, ausgehend von der wissenschaftlichen Befundlage auch zu wichtigen Entwicklungsfragen des Schulwesens Stellung zu nehmen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Kooperationen mit Expertinnen und Experten der österreichischen Bildungsforschungslandschaft

Seit 2009 entstanden die Ausgaben des Bands 1 des Nationalen Bildungsberichts jeweils unter Einbeziehung des Instituts für Höhere Studien (IHS), die Herausgeberschaft erfolgte 2012, 2015 und 2018 in Kooperation zwischen dem BIFIE (nunmehr IQS) und dem IHS. Die Autorinnen und Autoren setzten sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der beiden genannten Institutionen sowie weiteren Expertinnen und Experten der österreichischen Bildungsforschungslandschaft zusammen.

Die Erstellung des Bands 2 erfolgte bei den ersten beiden Ausgaben unter Einbeziehung einer Steuerungsgruppe, die für inhaltliche Entscheidungen und für die Qualitätssicherung verantwortlich war. Mit der Etablierung einer wissenschaftlichen Herausgebergruppe für den Band 2 des Nationalen Bildungsberichts 2015 wurde die wissenschaftliche Unabhängigkeit des Berichts stärker betont und sichergestellt, dass die Bildungsforschung in Österreich in ihrer Breite angemessen eingebunden war. Die Mitglieder dieser Gruppe fungierten auch bei der Erstellung des Nationalen Bildungsberichts 2018 als Herausgeber/innen.

Um zu gewährleisten, dass die Beiträge wissenschaftlichen Qualitätskriterien entsprachen, wurde jeweils ein mehrstufiges Verfahren der wissenschaftlichen Qualitätssicherung umgesetzt. Dabei wurden jeweils zwei Fachexpertinnen/Fachexperten (wobei mindestens eine Person aus dem deutschsprachigen Ausland stammte) beigezogen, die wissenschaftliche Begleitung und abschließende Qualitätskontrolle erfolgte durch die Herausgeber/innen.

Für die organisatorische Koordination und die administrative Abwicklung der Erstellung beider Bände des Nationalen Bildungsberichts war das BIFIE (nunmehr IQS) zuständig.

Ausblick: Nationaler Bildungsbericht ab 2021

Die Erstellung des Nationalen Bildungsberichts wurde für 2021 und folgende Jahre neu geregelt und ist laut IQS-Gesetz keine Kernaufgabe des IQS mehr. Allerdings "kann [das IQS] zur Mitwirkung an der Bildungsberichterstattung im Zusammenhang mit dem nationalen Bildungscontrolling-Bericht von der zuständigen Bundesministerin oder vom zuständigen Bundesminister herangezogen werden" (§ 2 Abs. 1 IQS-Gesetz). Die Vorlage eines nationalen Bildungscontrolling-Berichts an den Nationalrat im dreijährigen Rhythmus und als Teil des Nationalen Bildungsberichts wurde bereits zuvor im Bildungsreformgesetz 2017 (Art. 7 § 5 Abs. 3) festgelegt. Dieser soll sich auf die Schulqualitätsberichte der Bildungsdirektionen beziehen. Die verteilten Zuständigkeiten im Bildungscontrolling werden in § 5 des Bildungsdirektionen-Einrichtungsgesetzes weiter ausgeführt.

 

Für den Nationalen Bildungsbericht 2021 wurde das IQS unter anderem mit folgenden Aufgaben betraut:

  • Entwicklung, Berechnung und Darstellung von Bildungsindikatoren
  • Beauftragung und Begleitung von externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bzw. Autorschaft durch Mitarbeiter/innen des IQS zu thematischen Beiträgen
  • Qualitätsprüfung und Lektorat
  • Layout, Satz und Druck
  • Mitwirkung an der Dissemination

Für weitere Informationen zum Nationalen Bildungsbericht ab 2021 wird auf die zuständige Abteilung III/4 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) verwiesen.

Weiterführende Informationen

Informationen zum Nationalen Bildungs­bericht

E-Mail: nbb@iqs.gv.at

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×