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Formative Evaluation der Netzwerke Sprachförderung und der Netzwerke Kindergarten – Volksschule (2013–2016)

Im Rahmen des Schwerpunkts zur Elementar- und Primarpädagogik wurden vom Bildungsministerium ab dem Jahr 2013 Netzwerkprojekte initiiert, in deren Rahmen das Gelingen des Übergangs vom Kindergarten in die Volksschule und eine durchgängige sprachliche Bildung und Förderung im Blickpunkt standen. Im Zuge der Evaluation wurden umgesetzte Maßnahmen sowie die Zusammenarbeit der unterschiedlichen involvierten Institutionen in den Blick genommen und analysiert, welche förderlichen bzw. hinderlichen Bedingungen sich in Zusammenhang mit der Projektumsetzung identifizieren lassen.

Ausgangslage und Projekthintergrund

Mit dem Schul- bzw. Kindergartenjahr 2013/14 starteten in allen Bundesländern die Netzwerke Sprachförderung (ursprünglich "Modellprojekte zur umfassenden Sprachförderung", "Sprachfördercluster"). Ein Jahr später, im Herbst 2014, kamen die Netzwerke Kindergarten – Volksschule hinzu. Die beiden Netzwerke wurden im Jahr 2014 zusammengeführt, ihre Laufzeit erstreckte sich bis zum Ende des Schuljahrs 2015/16.

In die Netzwerke waren insgesamt rund 80 Volksschulen und 100 Kindergärten sowie die Landesschulräte und der Stadtschulrat für Wien, Verantwortliche des Kindergartenwesens, Vertreter/innen der Pädagogischen Hochschulen, der Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik sowie diverse weitere Institutionen eingebunden.

Die Netzwerke arbeiteten an der Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen eines gut begleiteten Übergangs vom Kindergarten in die Volksschule sowie einer durchgängigen sprachlichen Bildung und Förderung. Mit der flächendeckenden Umsetzung von Ergebnissen aus den Netzwerkprojekten wurde mit dem Schuljahr 2016/17 begonnen.

Zielsetzung der Evaluation

Die formative Evaluation der Netzwerkprojekte wurde vom BIFIE (nunmehr IQS) durchgeführt und widmete sich zwei Schwerpunkten: Zum einen bestand das Ziel der Evaluation darin, die in den Netzwerken entwickelten und erprobten Maßnahmen zu dokumentieren und zu analysieren. Zum anderen lag der Fokus auf den in den Netzwerken ablaufenden Prozessen und die Gestaltung der Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen wurde in den Blick genommen.

Basierend auf diesen zwei Schwerpunkten wurden vier Themenfelder festgelegt, zu denen im Rahmen der Evaluation Daten generiert wurden:

  1. Begleiteter Übergang und Schülereinschreibung NEU
  2. Standortspezifische Maßnahmen der umfassenden bzw. durchgängigen Sprachförderung
  3. Gestaltung der Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen
  4. Begleitmaßnahmen zu den Projekten

Im Sinne einer formativen, entwicklungsbegleitenden und -optimierenden Evaluationsstrategie bestand die Zielsetzung vor allem darin, zu untersuchen, welche Bedingungen und Prozesse für die Umsetzung der Projektmaßnahmen förderlich bzw. hinderlich waren.

Methodische Umsetzung und Berichtlegung

Die Gewinnung der Daten erfolgte auf Basis einer Triangulation quantitativer und qualitativer Methoden (Fragebogenerhebung, Interviews, Dokumentenanalyse etc.), wobei die verschiedenen in die Netzwerke involvierten Beteiligtenebenen zu mehreren Erhebungszeitpunkten befragt wurden. In Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen wurden in den Netzwerken Sprachförderung Fallstudien durchgeführt. Die (Zwischen-)Ergebnisse der Evaluationsmaßnahmen wurden in regelmäßigen Abständen an das BMB als Auftraggeber berichtet. In zwei Gesamtberichten (Grillitsch & Stanzel-Tischler 2016, 2017) stehen die Ergebnisse dieser Evaluation der Öffentlichkeit als Downloads zur Verfügung.

Download-Hinweise

Berichte und Daten zum Evaluationsprojekt finden Sie im Materialienbereich der IQS-Website:

Die Publikation "Wege der Zusammenarbeit am Übergang Kindergarten – Schule" enthält sowohl eine Zusammenschau der Ergebnisse aller durchgeführten Fallstudien als auch acht einzelne Fallstudien, welche einen differenzierten Einblick in die Erfahrungen der Beteiligten an den betrachteten Kindergärten und Schulen ermöglichen. Zudem illustrieren fünf Praxisbeispiele ausgewählte, von Kindergärten und Schulen entwickelte und erprobte kooperative Aktivitäten.

Es stehen sowohl der Gesamtbericht als auch die einzelnen Beiträge getrennt als Downloads zur Verfügung.

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